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Ein Datenmanagementplan hilft Ihnen bei der Verwaltung der Forschungsdaten, die in Ihrem Projekt anfallen. Vereinfacht gesagt beschreibt er, welche Daten im Lauf Ihrer Arbeit erfasst oder erzeugt werden und was während ihres weiteren Lebenszyklus‘ mit ihnen geschehen soll (Speicherung, Veröffentlichung, Zitierbarkeit, Langzeitverfügbarkeit, Anonymisierung, Löschung usw.). Ziel dabei ist es, den Anforderungen an gute wissenschaftliche Praxis zu genügen und Forschungsresultate langfristig nachvollziehbar zu machen.

Es ist in jedem Fall empfehlenswert, möglichst früh Überlegungen zum Umgang mit den eigenen Forschungsdaten anzustellen und diese im Projektverlauf zu aktualisieren. Darüber hinaus gibt es bereits heute gewisse Vorgaben.

In ihren Richtlinien für Integrität in der Forschung1 macht die ETH Zürich im Artikel 11 „Erhebung, Dokumentation und Aufbewahrung von Primärdaten“ und im Artikel 12 „Rechte an Primärdaten und Materialien“ einige Vorschriften zum Datenmanagement:

  • Die Projektleitung sorgt für die angemessene Aufbewahrung der Daten nach Projektabschluss.
  • Primärdaten müssen sicher aufbewahrt werden. Die daraus gewonnen Ergebnisse müssen vollständig reproduzierbar sein.
  • Vertrauliche Daten müssen klar gekennzeichnet und entsprechend aufbewahrt werden.
  • Abmachungen über Weiterverwendung der Daten durch die Beteiligten werden schriftlich festgehalten.
  • Die notwendige Information zur späteren Reproduktion der Experimente soll Dritten in der Regel zur Verfügung gestellt werden.

 

In den Richtlinien mancher Förderorganisationen werden ausserdem zusätzliche Vorgaben gemacht. Das Beitragsreglement des SNF2 (Art. 44) schreibt beispielsweise vor, dass die Forschungsdaten für andere Forschende zur Verfügung gestellt und in anerkannte wissenschaftliche Datensammlungen eingebracht werden. Forschende, die sich beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) für die Förderung eines Projektes bewerben, werden ab Oktober 2017 aufgefordert, einen Datenmanagementplan (DMP) zu erstellen. Der SNF arbeitet zurzeit die Guidelines für den (DMP). Weitere Informationen werden ab Frühjahr 2017 laufend auf der Webseite des SNF (Link verlässt diese Seite) publiziert.

Die Fachstelle Digitaler Datenerhalt bietet in ihren Schulungen zum Forschungsdatenmanagement Informationen zur Erstellung von Datenmanagementplänen. Zudem stellt sie eine Checkliste mit Angaben, was man beim Datenmanagement beachten sollte, zur Verfügung.

 

Bei der Erstellung von Datenmanagementplänen helfen Checklisten und Leitfäden:

Inhalte eines Datenmanagementplans können je nach Forschungsprojekt oder Fachdisziplin stark variieren. Die Fachstelle Digitaler Datenerhalt unterstützt Sie gerne beim Erarbeiten eines Datenmanagementplans6.

 

Stand und Zugriff auf Quellen: 03. April 2017

1 https://www.ethz.ch/content/dam/ethz/main/research/pdf/forschungsethik/Broschure.pdf (Fassung Dezember 2011)

2 http://www.snf.ch/sitecollectiondocuments/allg_reglement_d.pdf (Fassung 1. Juli 2012)

3 http://www.dcc.ac.uk/resources/data-management-plans/guidance-examples

4 http://www.dcc.ac.uk/resources/data-management-plans/checklist

5 http://www.wissgrid.de/publikationen/Leitfaden_Data-Management-WissGrid.pdf (ISBN: 978-3-86488-032-2, 2013)

6 https://documentation.library.ethz.ch/pages/viewpage.action?pageId=6685357&src=contextnavpagetreemode

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