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In den Verhandlungen über den Zugang der Hochschulen zu öffentlich finanzierten Publikationen konnte swissuniversities im Jahr 2020 mit den Grossverlagen Elsevier und Springer Nature ein Read & Publish-Abkommen abschliessen, mit Wiley kam es 2021 zu einer Einigung. Neben den Verhandlungen mit den drei Grossverlagen Elsevier, Wiley und Springer, die von swissuniversities geführt werden, gibt es auch Verhandlungen mit weiteren Verlagen. Diese Verhandlungen werden vom Konsortium der Schweizer Hochschulbibliotheken und der ETH-Bibliothek geführt. 

Verhandlungen und Resultate 

Detaillierte Informationen zum Open-Access-Publizieren entnehmen Sie der Informationsseite zur APC-Finanzierung. 

Häufig gestellte Fragen (FAQ): Zu den Verhandlungen

Warum wird verhandelt? 

Lizensieren und Publizieren

Lizensierung: Die bestehenden Vereinbarungen über den Zugriff auf die Inhalte der wichtigsten wissenschaftlichen, technischen und medizinischen Verlagshäuser unterliegen erheblichen Erhöhungen der jährlichen Lizenzgebühren und sind in der Regel nicht konform mit der nationalen Open-Access-Strategie und den Richtlinien der Geldgeber.

Publizieren: Eine wachsende Anzahl von Forschenden veröffentlicht ihre Forschungsergebnisse open access. Hybride Zeitschriften werden doppelt finanziert («double-dipping»), indem sie separate Gebühren für das Abonnement und das Publizieren von Open-Access-Artikeln erheben). Die Kosten für dieses Publikationsmodell sind hoch und werden weiter steigen.

Welches sind die Kernpunkte der jüngsten Verhandlungen?

Das Verhandlungsteam verfolgt klare Ziele, die es im Interesse aller Schweizer Hochschulen erreichen möchte.

Ziele

Wie unterscheiden sich die Lizensierungsmodelle? 

Traditionelle Lizenzierungsmodelle für den Zugriff auf wissenschaftliche Publikationen orientieren sich häufig an der Grösse der abonnierenden Institution (Anzahl der Vollzeitbeschäftigen) und den Abonnementgebühren für ehemals gedruckte Zeitschriften. Die von der Institution getragenen Kosten für Open-Access-Publikationen (APCs) bleiben in solchen Modellen unberücksichtigt. Die jährlichen Gebührenerhöhungen für diese Modelle schwanken zwischen durchschnittlich 3 und 6 % oder mehr.

Transformationsvereinbarungen bündeln die ausgehandelten Preisbedingungen für den Zugriff auf wissenschaftliche Veröffentlichungen und die Publikationsdienstleistungen in einem einzigen Vertrag, um Ausgaben zu verschlanken und doppelte Kosten zu vermeiden.

Welche Aufgabe hat swissuniversities? 

Mit dem Ziel, eine «Read & publish»-Lösung zu finden, die dem gesamten Wissenschaftsbetrieb der Schweiz zugutekommt, verhandelt ein von swissuniversities beauftragtes Team seit Januar 2019 mit den drei Grossverlagen Elsevier, Springer Nature und Wiley.

Das Team verhandelt im Namen aller Schweizer Hochschulen, einschliesslich der EPF Lausanne und der ETH Zürich.

Einzelinstitutionen haben zugesagt, so lange keine parallelen Verhandlungen mit diesen drei Verlagshäusern zu führen, bis die Ziele der laufenden Verhandlungen erreicht wurden.

Die Solidarität im Rahmen dieser Initiative kann zur Folge haben, dass eine Situation ohne Übereinkunft (keine Abonnemente, kein Zugriff) akzeptiert werden muss, falls die bestehenden Vereinbarungen ablaufen, bevor die Verhandlungsziele erreicht werden.

Mehr Informationen zu den Verhandlungsstrategien und -zielen von swissuniversities

Welche Aufgabe hat das Konsortium der Schweizer Hochschulbibliotheken? 

Neben den Grossverlagen verhandelt das Konsortium der Schweizer Hochschulbibliotheken mit diversen Verlagen über «Read & Publish»-Lösungen und konnte bereits diverse Abkommen abschliessen. Im Gegensatz zu den Verhandlungen mit den Grossverlagen sind die teilnehmenden Einzelinstitutionen aktiv in die Verhandlungen involviert.  

Mehr Informationen zu Open Access beim Konsortium der Schweizer Hochschulbibliotheken

Welche Aufgaben hat die ETH-Bibliothek? 

Ausgenommen der Verhandlungen mit den Grossverlagen ist die ETH-Bibliothek aktiv in die Verhandlungen des Konsortiums der Schweizer Hochschulbibliothek involviert. In einer Arbeitsgruppe mit den anderen teilnehmenden Institutionen werden die Offerten gemeinsam diskutiert und Verhandlungsschritte geplant. Zudem verhandelt die ETH-Bibliothek mit allen Verlagen wo keine Konsortiallizenz vorhanden ist.